Was ist Firmung?
Die Firmung (lat.: confirmatio ‚Bestätigung, Bekräftigung‘) gehört neben der Taufe und der Erstkommunion zu den „Einführungssakramenten“ der Kirche. Das „Hineinwachsen“ in die Kirche und die Gemeinde wird also mit der Firmung besiegelt und vollendet. Bei der Spendung der Firmung legt der (Weih-)Bischof jedem einzelnen Firmanden die Hände auf, salbt ihre Stirn mit Chrisam-Öl und spricht dabei: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“Als Christen glauben wir, dass Gott uns Menschen begleitet, dass er uns stärkt und dabei hilft, unseren Lebensweg zu gehen. Dies drücken wir aus mit besonderen Zeichen und Sakramenten. Die Firmung kann dann dabei zu einem Ort werden, wo wir gemeinsam feiern können, dass Gott (durch die Kirche) „JA“ sagt zu jedem einzelnen von uns, so wie wir sind, mit all unseren Stärken, Begabungen und Schwächen. Und hinzukommt, dass wir feiern können, dass die Jugendlichen „JA“ sagen zu ihrer Taufe, ein „JA“ auch zu Gott, zu Jesus Christus und zur Kirche.
Wie alt muss man sein, um gefirmt werden zu können?
Generell gibt es dafür kein eigens vorgeschriebenes Alter. Man kann sich also jederzeit und auch noch als Erwachsener firmen lassen. In unserer Pfarrei werden Jahr für Jahr alle getauften Jugendlichen im Alter von mindestens 15 bzw. 16 Jahren zu einem Vorbereitungskurs eingeladen.
In welchen Kirchen finden die Firmfeiern statt?
In der Regel findet für Jugendliche aus den Gemeinden St. Josef und St. Marien (aus Raumgründen) die Firmfeier in der St. Josefs Kirche statt. Für die Jugendlichen aus den Gemeinden Christus-König und St. Peter&Paul ist die Firmfeier jährlich abwechselnd entweder in der Christus-König-Kirche oder in der Kirche St. Peter&Paul. Individuell kann der Firmling sich wünschen, in welcher Kirche er gefirmt werden möchte. Konkrete Orte finden Sie bitte unter aktuellen Firmkurs.
An welchen Terminen finden die Firmfeiern statt?
Die genauen Termine werden in jedem Jahr neu mit dem Weihbischof abgesprochen. Meistens finden die Firmfeiern nach Ostern im Frühjahr statt. Der Firmkurs beginnt in der Regel im Vorjahr nach den Herbstferien. Konkrete Termine finden Sie bitte unter aktuellen Firmkurs.
Werden die Jugendlichen benachrichtigt und eingeladen?
Soweit wir die Daten der getauften Jugendlichen in unserem System haben, bekommen alle Jugendlichen eines Jahrgangs eine Einladung zu einem Infoabend per Post zugestellt. Diese Briefe gehen meistens kurz zwischen den Sommer- und den Herbstferien raus.
An wen kann ich mich wenden, wenn wir keine Post erhalten haben?
Wenn Jugendliche zu dieser Zeit keine Post von uns bekommen, wenden Sie sich bitte umgehend an eines der Pfarrbüros (St. Josef, Christus König, St. Peter und Paul, St. Marien). Denn sobald die Anmeldefrist überschritten ist, können wir leider keine Anmeldungen zur Firmenvorbereitungen mehr für dieses Jahr annehmen. Es ist in einem solchen Fall aber immer problemlos möglich, am Firmkurs des folgenden Jahres teilzunehmen.
Was wird für die Anmeldung zur Firmung benötigt?
Zunächst werden alle Jugendlichen eines Jahrgangs zu einem Infoabend eingeladen. (Es gibt jeweils einen für die Jugendlichen aus St. Marien und St. Josef und einen für die Jugendlichen aus Christus-König und St. Peter&Paul.) Dort wird ihnen der genaue Ablauf des Vorbereitungskurses vorgestellt, und sie erhalten dort ein Anmeldeformular zur Teilnahme am Firmkurs. Wenn sie daran erfolgreich teilgenommen haben, können sie sich dann noch einmal gesondert zur Firmung anmelden.
Wann beginnt der Firmkurs?
Das kann von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein, in der Regel beginnt der Firmkurs nach den jeweiligen Herbstferien.
Worum geht es im Firmkurs?
Nachdem sich die Jugendlichen zum Firmkurs angemeldet haben, beginnen wir zunächst mit einem Glaubenstag und anschließendem Firmeneröffnungsgottesdienst, wozu Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde herzlich eingeladen sind. In den Wochen danach treffen sich die Jugendlichen abwechselnd in großen und kleinen Gruppen und tauschen sich über unterschiedlichen religiösen Themen aus. Daneben gibt es auch noch zahlreiche „Projekt-Angebote“. (siehe auch unter: „Aktuelles aus dem laufenden Firmkurs“)
Als Voraussetzung zum Empfang des Firmensakramentes sollte jeder Firmling an allen Modulen des Firmkurses teilnehmen. Wenn TeilnehmerInnen des Firmkurses an zwei Modulen entschuldigt fehlen würde, wird er/sie den Inhalt dieser Module zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Der Firmling erklärt damit seine Bereitschaft, nicht im folgenden Jahr gefirmt zu werden, wenn er insgesamt an drei Modulen fehlen würde.
Um alle Angebote organisieren und finanzieren zu können, sammeln wir zurzeit von allen TeilnehmerInnen einen Beitrag von 15,00 € ein.
Als Voraussetzung zum Empfang des Firmensakramentes sollte jeder Firmling an allen Modulen des Firmkurses teilnehmen. Wenn TeilnehmerInnen des Firmkurses an zwei Modulen entschuldigt fehlen würde, wird er/sie den Inhalt dieser Module zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Der Firmling erklärt damit seine Bereitschaft, nicht im folgenden Jahr gefirmt zu werden, wenn er insgesamt an drei Modulen fehlen würde.
Um alle Angebote organisieren und finanzieren zu können, sammeln wir zurzeit von allen TeilnehmerInnen einen Beitrag von 15,00 € ein.
Muss ich gefirmt sein, um später einmal kirchlich heiraten zu können?
In Deutschland ist die Firmung keine verpflichtende Bedingung für eine kirchliche Trauung. In anderen europäischen Ländern, z.B. in Polen oder Spanien könnte es jedoch schon mal verlangt werden.
Was ist, wenn ein Jugendlicher noch nicht getauft ist?
Die Firmung setzt eine vorherige Taufe voraus. Bei Erwachsenen, die noch nicht getauft sind, ist es dann üblich, dass Taufe, Firmung und Erstkommunion in einer Feier zusammen gespendet werden. Bei Jugendliche ist dies nach vorheriger Absprache auch möglich. Für die Taufe gibt es extra eine Taufvorbereitung. Sie können sich dafür an den für die Firmung zuständigen Pfarrer Herrn Paulus Dinh Dung Phan wenden.
Mein Kind hat schon lange keinen Bezug mehr zum Glauben und zur Kirche. Kann die Firmung da trotzdem sinnvoll sein?
Bei den meisten Jugendlichen gibt es heute eine große Distanz zur Kirchengemeinde und zu Fragen des Glaubens. Zunächst könnte zumindest die Teilnahme am Firmkurs schon sinnvoll sein, damit die Jugendlichen im Verlauf des Firmkurses im Austausch mit den erwachsenen Katechetinnen und anderen Jugendlichen vielleicht wieder neuen Kontakt zu Gott und zur Kirche bekommen können. Wenn ein Jugendlicher danach das Gefühl haben sollte, es ist ihm selbst kein ehrliches Anliegen, sondern es geschieht mehr aufgrund der Erwartungen und des Drucks von Seiten der Familie oder anderer, dann sollte er/sie nicht um jeden Preis zur Firmung „gedrängt“ werden. Er/Sie könnte sich immer auch noch für einen Aufschub der Firmung bis zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Das bei der Firmung zu sprechende „JA“ zur eigenen Taufe sollte ein ehrliches und freiwilliges „JA“ sein.
Was hat es mit den „Firmpaten“ auf sich?
Bei der Spendung der Firmung stehen die PatInnen hinter ihrem Firmanden, legen eine Hand auf deren Schulter und „stärken“ ihnen dadurch gewissermaßen „den Rücken“. Die Jugendlichen sollten sich ihren Paten/ihre Patin selber aussuchen dürfen, weil dies jemand sein soll, zu dem sie ein vertrauensvolles Verhältnis haben und der ein/e GesprächspartnerIn in allen Lebens-und Glaubensfragen sein kann.
Der Firmpate/die Patin muss mindestens 16 Jahre, getauft, gefirmt und katholisch sein. Er/Sie kann auch bereits TaufpateIn des Jugendlichen sein, muss es aber nicht.
Bei Austritt aus der Kirche darf dieser/diese nicht das Firmenpatenamt übernehmen.
Der Firmpate/die Patin muss mindestens 16 Jahre, getauft, gefirmt und katholisch sein. Er/Sie kann auch bereits TaufpateIn des Jugendlichen sein, muss es aber nicht.
Bei Austritt aus der Kirche darf dieser/diese nicht das Firmenpatenamt übernehmen.
An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen zum Thema Firmung habe?
Wenn Sie noch weitere Fragen zum Thema Firmung haben, wenden Sie sich bitte an unsere für die Firmung zuständige Sekretärin Frau Frerichs (Pfarrsekretärin in St. Josef) oder an Pfarrer Paulus Dinh Dung Phan.